Kalenderblätter „Skulpturen 2021“

Januar:

Der „Zeitenweg“ verbindet verschiedene Welten, Materialen und eben auch Zeiten in magischer Weise. Die Lagerschalen einer alten Bockwindmühle mit ihren intensiven/eindrucksvollen Gebrauchsspuren sind hier kombiniert mit modernen Edelstahlkugeln. Der gefräste Weg lässt einen Blick in die das uralte Eichenholz mit seinen feinen Jahrringen hinein. Große Kontraste in Optik und Haptik erstrahlen hier in Harmonie.

Februar:

Die letzten Reste eines alten Kirschbaumes – morsch und verwittert. Gerade noch so viel Substanz, um eine Skulptur zu ermöglichen und das verwundbare Material mit all seinen Geschichten und Emotionen zu erhalten. So entstand in wunderbaren Formen und Farben die „Große Leichtigkeit“.

März:

Die Skulptur entstanden 2019, dem Jahr unglaublicher Umweltkatstrophen und zugleich einer mächtigen Umweltbewegung und lässt damit verschiedene Sichtweisen auf das Werk zu. So kann der Mensch als ärgster Schädling oder empfindsamer Teil der Natur interpretiert werden. Dargestellt in seiner emotionalsten, empfindlichsten und verletzlichsten Form, steht er für den Neubeginn. Aller Anfang, die Geburt neuen Lebens, ist zudem angewiesen auf eine intakte Umwelt.

Die Fraß-Gänge des Borkenkäfers, schwarz gebrannt, stehen als Symbol für die Verletzlichkeit des Ökosystems, die Umweltzerstörung und die Klimakatastrophe. Einzeln auftretend stellt es eine faszinierende Lebensweise dar, allerdings in überdimensionierten Bestand eine enorme Bedrohung.

Gearbeitet ist die Szenerie in den Torso einer hohlen, 2014 von einem Tornado geborstenen, Linde aus dem sorbischen Panschwitz-Kukau. Die Linde als sorbischer Nationalbaum steht mit seinen herzförmigen Blättern für Liebe und Fruchtbarkeit.

Das Kunstwerk besteht aus zwei Teilen, welche in der Mitte geborsten sind. Das sichtbare Innere ist schwarz gebrannt und steht in großen Kontrast zum hellen samtig weichen Äußeren. Fünf Föten, am Ende der Fraß-Gänge, verteilen sich auf den riesigen Stamm.

April:

Eiben sind die ältesten und mystisch wie religiös bedeutsamsten Bäume Europas. Diese Serie aus uraltem schottischem Eibenholz strahlt dies Magie aus. Die Formen, Verwachsungen und der tiefe Bernsteinfarbene Ton ziehen den Betrachter immer wieder in Ihren Bann.

Mai:

Eine Maserknolle aus Birkenholz – diese Wucherungen sind wahre Kunstwerke der Natur. Die andere Seite der Skulptur überrascht uns viel gleichmäßiger mit einer Edelstahlkugel in der Mitte. Die Aufnahme zeigt die schöne Stimmung der Ausstellung „Der besondere Blick“ im Rosengarten Forst im vergangenen Jahr.

Juni:

„Die Versuchung“ bezieht sich auf das uralte biblische Thema des Sündenfalls mit dem Apfel und der Schlange. Gleichzeitig unterliegt man der Versuchung den Apfel zu berühren oder gar mitzunehmen. Natürlich ist alles aus Apfelholz gearbeitet. Hier zusehen ist das zweite Werk der Trilogie.

Juli:

Der „Wassermann“ gehört zu den bekanntesten sorbischen Sagengestalten, die entlang der Spree und den Seen und Tümpel ihr Unwesen trieben. Er wird immer wieder anders beschrieben mal gütig mal listig – hier in Halbendorf begrüßt er die Besucher lädt zum Verweilen ein. Gearbeitet ist die Skulptur aus einer hundertjährigen Eiche, die aus dem Ort stammt und über ein Jahrhundert das Ortsbild prägte.

August:

Das Eisenkraut ist eine äußerst dankbare Pflanze, die sich durch den ganzen Skulpturengarten zieht. Vor allem in den letzten trockenen Jahren ein schöner Kontrast zu den üppigen Pflanzen die aber viel Wasser suchen. Die pechschwarze Skulptur ist aus Mooreichenholz entstanden, welche aus der Neiße im Pückler Park Bad Muskau, stammt. Der tiefe Schwarzton zieht sich durch das gesamte Holz und scheint wie ein Fossil durch die jahrelange Lage im Wasser unter Luftabschluss.

September:

Eine herausfordernde Auftragsarbeit: „Adler & Bären“ zwei sehr beliebte Motive sind hier in einer 3 Tonnen schweren Eiche vereint. Wie immer aus einem Stück gearbeitet ist die Skulptur ca. 3m hoch. Durch diese enorme Größe und besondere Aura der Raubtiere ist der Betrachter bereits von Weiten fasziniert.

Oktober:

Der „Lebensbaum“ kommt unabhängig von Raum und Zeit auf dem ganzen Erdball vor. In jeder Region unterschiedlich interpretiert, steht er doch überall für den Ursprung der Welt und das Weltenverbindende. Die kleine Arbeit aus dem Jarrah – Eukalyptus interpretiert die Mythologie der australischen Aborigines zu diesem Thema.

November:

Extrem wild, verwittert und durchbrochen schafft die Natur hier Strukturen, die sich kein Mensch je hätte ausdenken können. Dazu die künstlichen geometrischen Formen und die perfekte Bearbeitung – ich liebe diese enormen Kontraste. Diese Skulpturen passen wunderbar in zeitgenössischer Architektur.

Dezember:

Neben den vielen natürlichen Elefanten-Reliefarbeiten der letzten Jahre, ist dies die erste kubistisch/geometrische Arbeit dazu. Auch wieder aus einem wunderbaren afrikanischen Holz – hier Zebrano, passend zur Herkunft und Magie des Motives. Die Augen aus Edelstahl verleihen dem Relief etwas Surreales.

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