Kalenderblätter „Skulpturen 2022“

Januar:

Das Jahr beginnt mit klirrender Kälte und Schnee – ein schöner Anblick im Skulpturengarten. Gleichzeitig deuten die dicken Knospen der Kletterhortensie im Hintergrund schon das Wiedererwachen des Lebens im Frühjahr an. Die Skulptur der geborstenen alten Robinie lebt von den Kontrasten in Farbe, Form, Haptik und Material.

Februar:

Eine magische Stimmung – purpurfarbene Fruchtstände des schlitzblättrigen Essigbaums und strahlende Goldpigmente der Skulpturen. Zweimal Eiche zum Einen das Paar aus der Serie „Vielfalt“ zum Anderen, im Vordergrund nur zu erahnen, die Skulptur aus Mooreiche.

März:

Auch hier ein Feuerwerk der Kontraste – schwarzgebranntes gemasertes Buchenholz aus dem Pückler Park Bad Muskau, farbenfrohes durchscheinendes Glas und der Glanz des Edelstahls. 1200 Grad heißes Glas trifft auf die Holzskulptur – ein wahrhaft archaischer Schaffensprozess. Entstanden in der Zusammenarbeit mit Pawel Borowski und seinem Team, www.borowski-glass.com , einer der renommiertesten Glashütten Europas in der Nähe der polnischen Stadt Boleslawiec (Bunzlau).

April:

Ein wahrhaft uralter Baumriese gefallen bei einen der vielen Stürme der letzten Jahre. Schon Pückler hat diese Linde in seine Parkkomposition integriert. Das gemaserte Kronenstück ist vollkommen hohl und ist nun Teil eines kreativen Prozesses, der durchaus einige Jahre andauern kann.

Mai:

Hier ein Blick in sonst verborgene Welten – die Wurzel einer 400-jährigen Eiche. Mit all ihren Maserungen, Verwachsungen, Überwallungen und Einschlüssen von Steinen und Sedimenten. Die Skulptur ist Teil einer Serie von Wurzelskulpturen aus verschiedenen Holzarten.

Juni:

„Die Königin“ ist hier der Mittelpunkt der Szenerie. Der Bildausschnitt aus der großen Serie „Vielfalt“ zeigt allein hier acht Baumarten aus aller Welt. Neben der Olive im Vordergrund, dahinter spektakulär eine geriegelte Esche sowie rechts schottisches Eibenholz. Das Motiv ist Teil der neuen Fotoedition, die auf gebürsteten Alu Dibond Platten gedruckt, im Atelier zu entdecken sind und mit ihren Effekten begeistern.

 Juli:

Wieder Olive, diesmal ganz anders, ganz wild und urig zeigt sich der der alte Stamm von den Wurzeln bis hinein in den Sommerhimmel. Bei den Führungen durch den Skulpturengarten gibt es kaum einen Besucher der nicht ein Foto der Skulptur „schießt“ und sich an seine mediterranen Urlaube erinnert.

August:

Hier ist der Filmemacher Rene Römer mit seinem Team vom MDR zu Gast im Atelier. Thema war Pücklers Leben, seine Parklandschaften, seine Leidenschaften und hier seine Bäume. Die Arbeit an der „Herha Eiche“ aus dem Muskauer Park passte wunderbar – ein spannendes Projekt. Allein 2021 waren 3 Filmteams bei mir zu Gast und berichteten über meine Skulpturen – für mich immer ein wahres Abenteuer.

September:

„Versuchung – Vielfalt“ war der Titel der Ausstellung in der Nikolai Kirche in Cottbus. Natürliche passte die Skulpturengruppe mit diesem biblischen Thema wunderbar in dieses sakrale Umfeld. Nicht nur die Äpfel, Schlangen und Blätter auch das Berühren und Bewegen dieser war eine wahre Versuchung.

Oktober:

Was für ein „Selfie“ – hier ist endlich auch der Fotokünstler Frank Stein zu entdecken der auch diesen, nun schon fünften, Kalender gestaltete. Das Afzeliaholz aus dem tropischen Afrika macht diese kleine Skulptur zu einem wahren Kunstwerk, auch wenn die spektakulären roten Farben des Holzes nur am Rande zu erahnen sind.

November:

Ein wahres Kunstwerk der Natur diese große Birken Maserknolle thront auf ihrem kubisch gearbeiteten Stamm. Die Aufnahme entstand bei der Vernissage im April 2021 wo in dem einmaligen Ambiente der Kirche wieder Kunst und Kultur mit viel Platz, Abstand und einem großen Aufatmen möglich war. Vielen Dank an Pfarrer Dr. Weise für dieses „Ermöglichen“.

Dezember:

„Sorbisches Christkind“ Kein Brauch im Kirchspiel Schleife verlangt dem Zuschauer heute noch so viel Ehrfurcht ab und hinterlässt bei den Beteiligten ein solch bleibenden Eindruck wie dieser. Das Sorbische Christkind „Dzecetko“ ist eine uralte Sage und Überlieferung eines sorbischen Brauchs. Zur Adventszeit bzw. den Adventssonntagen besucht es die Dorfbewohner und zieht von Haus zu Haus, um ihnen auf eine ganz besondere Weise Glück und Gottes Segen für das kommende Jahr zu bescheren. Dabei herrscht erwartungsvolle Stille in dem Raum, in den es eintritt, sich schweigend dreimal verneigt und mit dem Glöckchen klingelnd mehrmals den Raum durchschreitet. Kein Wort darf die Lippen des Christkindes verlassen – nur mit Gesten und Kopfbewegungen artikulieren. Ein Spitztuch verbirgt das Gesicht und lässt somit nur erahnen, wer sich dahinter versteckt. Mit dem Handrücken streichelt es sanft die Wangen und mit der Rute berührt es leicht die Schulter eines Jeden. Begleitet von zwei Mädchen mit Laterne und Korb zieht es nach der Segnung von dannen.

Ein wirklich magischer Brauch, welcher noch heute in dem Kirchspiel Schleife vollzogen wird. Jeder Ort hat sein eigenes Christkind, welche sich in der Tracht unterscheiden und nur geübten Beobachtern auffällt. Die Holzskulptur entstand für den Ortsteil Mulkwitz und wurde am ersten Advent 2020 an der alten Schule aufgestellt und eingeweiht. Herausfordern bei der Gestaltung waren die vielen bunten Bändern und Schleifen. Sehr detailreich wirkt die Skulptur bereits von mehreren Metern Entfernung. Ab der Dämmerung wird das Dzecetko angestrahlt und leuchtet schon von Weitem mit seinen Farben.

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